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Wann ist ein Mann ein Mann?

Wann ist ein Mann ein Mann?

Andrea Fagerer – Stadt Nachrichten 14.11.2019

Stellen Sie sich folgendes vor: Drei Männer auf Motorrädern mit wilden Bärten, in Lederkluft – ohne Helme. Easy Rider! Das waren sie, die Männer des magischen Jahres 1969. Und dann stellen Sie sich vor: Drei Softies auf E-Scootern, glatt rasiert, in feinen Anzügen – natürlich mit Helmen. Das entspricht offenbar dem Männerklischee von heute. Beide Fotos kursieren derzeit im Internet. Sie sollen offenbar auf ironische Weise aus den Wandel in der Welt des Mannes aufmerksam machen. Erst kürzlich meinte mein bester Freund: „Ach, ihr Frauen träumt ja immer von einem richtigen Mann. Der soll wild sein und auf einem Motorrad fahren. Es soll verrucht sein, unrasiert und stark. In den verliebt ihr euch. Ihr heiratet ihn sogar – fasziniert von seiner Männlichkeit. Und dann erzieht ihr ihn. Ihr verbiegt ihn quasi und formt ihn so, wie ihr glaubt, dass ihr ihn wollt. Dieser neue Mann kocht; passt auf die Kinder auf, ist brav und angepasst. Wenn er dann alles tut, was ihr wollt, dann lasst ihr ihn sitzen und tauscht ihn aus – gegen einen wilden, verruchten, unrasierten Motorradfahrer.“

Klar: Beides ist stark überzeichnet. Aber steckt nicht ein Quäntchen Wahrheit darin? Die Frage lautet: Wann ist ein Mann ein Mann?

Was ich im Freundinnenkreis vernehme, will jede einen starken, liebevollen Mann, zu dem sie aufschauen·kann und der eine Schulter zum Anlehnen ist. Er soll für die Frau da sein, sich um die Kinder kümmern, die Wäsche waschen, aber auch (das Auto) putzen und Lampen montieren. Ein Mann heutzutage sollte ein wahrer „Wunderwuzzi“ sein. Aber mit Verlaub: Alles zu können, schafft nicht einmal eine Frau …

Männer heutzutage haben es jedenfalls nicht leicht (Frauen auch nicht). Ich sage nur zum Schluss: Männer, wir mögen euch, wie ihr seid.

Vielen Dank Andrea Fagerer für die präzise Situationsdarstellung.

Ich habe das heute mit meiner Frau lange diskutiert – ich Schwerz sagte sie: „Ich erzieh Dich doch nicht, ich erklär Dir doch nur meine Regeln für Sauberkeit“

Diese unbewussten Bilder stellen auch für Führungskräfte eine hohe Hürde dar. Mir selbst hat dieses Buch einen wunderbaren Perspektivenwechsel ermöglicht.

Maya Storch: Die Sehnsucht der starken Frau nach dem starken Mann

 

Erfolgsfaktor Mensch – Wie die Transformation von Arbeitswelten gelingt

Erfolgsfaktor Mensch – Wie die Transformation von Arbeitswelten gelingt

„Eine transformationale Führung der Organisation trägt maßgeblich dazu bei, dass der Wandel überhaupt vollzogen wird. Hierbei ist die oberste Führungsebene in der Organisation die treibende Kraft der geplanten Veränderungen – z. B. stellt sie sicher, dass einzelne Neuerungen im Unternehmen aufeinander abgestimmt sind, ausreichend Ressourcen für die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungsprojekten zur Verfügung stehen, lebt die angestrebten Handlungsweisen sichtbar vor und vieles mehr. Organisationen ohne diesen Erfolgsfaktor nutzen technologische und räumliche Infrastrukturen weniger intensiv und weisen eine niedrigere Kollaborationsintensität in der Belegschaft auf“, so eine aktuelle Studie des Fraunhofer Instituts.

Das trifft die Grundaussage in meinem Buch!
https://bookboon.com/de/mitarbeiterzufriedenheit-4-0-ebook

Mehr dazu: https://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/presse-und-medien/aktuelles/2182-erfolgsfaktor-mensch-wie-die-transformation-von-arbeitswelten-gelingt.html

Mehr zu meinem Buch:
https://www.port41.at/artikel/mitarbeiterzufriedenheit—so-finden-und-halten-sie-gute-mitarbeiter

 

Wenn die Mitarbeiter „flüchten“ …

Wenn die Mitarbeiter „flüchten“ …

haben Sie nicht nur 14.900,- Euro verloren, sondern auch jede Menge Know-How. Häufigster Austrittsgrund ist die mangelnde Qualität der Führungskräfte (Salzburger Nachrichten 10.8.2019)

Die Zeiten, in denen Fachkräfte sich bei Unternehmen bewarben, sind vorbei. Heute müssen Konzerne mit allen Mitteln die besten Köpfe locken, an sich binden – und manchmal, wie im Fußball, sogar Transfersummen zahlen (Wirtschaftswoche 5.9.2019).

Ich habe dazu ein Buch geschrieben:

Beschreibung 
Der Mensch im Zentrum des Unternehmens? In Zeiten der Digitalisierung ein Muss. Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens hängen nicht zuletzt von der Motivation und der Einsatzbereitschaft jedes Mitarbeiters ab. Die Stellschrauben für diese Eigenschaften haben sich mit der Digitalisierung grundlegend geändert. Mitarbeiterzufriedenheit 4.0 verlangt nach einem neuen Typ von Führungskraft. Mutmacher. Zuhörer. Krisenmanager. Anführer. Kollege auf Augenhöhe.
In diesem Leitfaden gebe ich spannende Denkanstöße und Ideen, wie Mitarbeiterzufriedenheit in jedem Unternehmen machbar ist.

https://bookboon.com/de/mitarbeiterzufriedenheit-4-0-ebook

Führungsstil wirkt sich auch auf Gesundheit der Chefs aus

Führungsstil wirkt sich auch auf Gesundheit der Chefs aus

Unter einem destruktivem Führungsstil leiden nicht nur Arbeitszufriedenheit, En­ga­gement sowie Wohlbefinden der Mitarbeitenden, sondern auch das Wohlbefinden der Führungskräfte selbst. …

Die beziehungsorientierte Herangehensweise zeichnet sich durch das Schaffen einer positiven Arbeitsbeziehung aus. Dabei stehen die Bedürfnisse der Mitarbeitenden im Fokus. Veränderungsorientiert geht vor, wer seine Mitarbeitenden motiviert, über sich selbst hinauszuwachsen und Veränderungen offen gegenüber zu stehen. Beim aufga­benorientierten Vorgehen macht die Führungskraft klare Vorgaben und überwacht die Zielerreichung.
„Wir konnten feststellen, dass alle drei konstruktiven Führungsstile einen positiven Zu­sammenhang mit dem Wohlbefinden der Führungskräfte aufweisen“, erläuterte die Studienautorin. Den stärksten Einfluss habe der …

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/104346/Fuehrungsstil-wirkt-sich-auch-auf-Gesundheit-der-Chefs-aus

Zum Abstract:
https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/02678373.2019.1617369?journalCode=twst20

Zoff zwischen Start-ups und Konzernen – Der Sinn des Gebens!

Zoff zwischen Start-ups und Konzernen – Der Sinn des Gebens!

Der Sinn des Gebens! Warum Selbstlosigkeit in der Evolution siegt und wir mit Egoismus nicht weiterkommen.

Dieser Titel, dem gleichnamigen Buch von Stefan Klein entnommen, zeigt die Realität in aller Deutlichkeit. Wenn nicht gegeben wird, findet Kooperation nicht statt.

Ein aktuelles Beispiel:

Kooperieren junge mit etablierten Unternehmen, gibt es hohe Erwartungen. Oft werden sie enttäuscht, schreibt der Kurier am 13.6.2019.
https://kurier.at/wirtschaft/zoff-zwischen-start-ups-und-konzernen/400521817?xing_share=news :

Bei Kooperationen zwischen Start-ups und großen Konzernen stellt sich immer öfter Ernüchterung ein. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „After the Honeymoon Ends“ vom Strategieberatungsunternehmen Boston Consulting Group (BCG).

Auf Euphorie folgt Enttäuschung

Mehr als 40 Prozent der Gründer und 55 Prozent der Konzerne sind nach der Anfangseuphorie enttäuscht, dass ihre Ziele nicht erfüllt werden, sie keinen sichtbaren Umsatzzuwachs durch besseren Marktzugang erzielen oder neue Vertriebskanäle erschließen konnten. Das Frustpotenzial ist auf beiden Seiten besonders hoch, wenn Entscheidungen nicht schnell und transparent getroffen werden oder das Gefühl einer ungleichen Partnerschaft besteht. Oft sind auch die Erwartungen hoch, wodurch das Risiko der Enttäuschung steigt.

Pflicht zur Innovation

Dabei sind Start-ups und Konzerne geradezu zur Zusammenarbeit verdammt. „Große Unternehmen versprechen sich davon derzeit, das eigene Geschäftsmodell schneller und besser zu digitalisieren. Start-ups erhoffen sich wichtige Marktzugänge“, sagt BCG-Partner Michael Brigl. In Österreich habe erst die Hälfte der ATX-Unternehmen Kooperationen in die Praxis umgesetzt.

Unterschiedliche Vorstellungen

Noch scheitern viele Kooperationen an unterschiedlichen Vorstellungen. Große Unternehmen müssen lernen, Zugang zu Ressourcen sicherzustellen und Pilotprojekte mit dem Start-up zu definieren. Start-ups müssen deutlich machen, welchen Mehrwert sie bringen und zeigen, wie ihre Beiträge helfen, Ziele zu erreichen, so die Studie.

 

Spannenderweise habe ich genau zu diesem Thema letzte Woche bei der Green-Kooperation Konferenz einen Workshop gemacht.

 

Ziel dieses Workshops war es, die Bedingung der Entstehung von Kooperation herauszuarbeiten, um geeignete Maßnahmen ergreifen zu können, welche die Entwicklung der Kooperation fördern.

Robert Axelrod analysiert in seinem Buch „Die Evolution der Kooperation“ unter welchen Bedingungen Kooperation in einer Welt von Egoisten entstehen kann.

Axelrod untersucht die Frage mit Hilfe des Gefangenendilemmas. Das Gefangenendilemma ist ein Spiel mit zwei Spielern, von denen jeder zwei Entscheidungsmöglichkeiten hat, nämlich zu kooperieren oder nicht zu kooperieren. Jeder muss seine Wahl treffen, ohne zu wissen, wie der andere sich verhalten wird. Das Gefangenendilemma ist eine abstrakte Formulierung einiger sehr verbreiteter und interessanter Situationen, in denen Defektion (nicht kooperatives Verhalten) für jede Person individuell am vorteilhaftesten ist, während andererseits jeder durch wechselseitige Kooperation besser gestellt wäre. Solche Situationen erleben wir im wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Handeln immer wieder.

 

 

 

 

Wie Kooperation als Methode Mitarbeiter glücklich macht!

Wie Kooperation als Methode Mitarbeiter glücklich macht!

Im November 2018 habe ich im Rahmen der BRAINS AND GAMES Veranstaltung Uwe Lübbermann gehört.

»Durch eine vernünftige Art, Menschen zu führen, bekommen wir viel mehr zurück, als wir uns vorstellen können.«
Dazu erzählt er ein Beispiel aus seiner Praxis, in dem ein externer LKW-Fahrer aufgrund persönlicher Umstände eine Fahrt absagen musste. Dennoch bezahlte ihn das Unternehmen voll, als wenn er gefahren wäre. »Als Unternehmen müssen wir uns um unsere Mitarbeiter kümmern, egal ob in guten oder schlechten Zeiten.« Was dann in den Monaten und Jahren später von dem LKW-Fahrer zurückkam, hätte sich niemand erträumt. Mitarbeiter können ihren Job machen, oder sie gehen den Extra-Schritt. Doch das bekommt man nur, wenn auch Unternehmer den Extra-Schritt bei ihren Mitarbeitern gehen.

Uwe Lübbermann erkennt 4 Aufgaben von Führung in der Zukunft:
1. Orientierung geben
2. einen Raum zum Diskutieren aufmachen
3. agieren, wenn etwas schiefgegangen ist
4. den Gesamtüberblick behalten.
Dabei waren seit der Unternehmensgründung nur drei Entscheidungen durch den Geschäftsführer nötig. Alles andere wurde im Team entschieden. »Je seltener eine Führungskraft etwas anordnet, umso besser macht sie ihren Job«, fasst Lübbermann die Aufgabe von Führung aus seiner Sicht zusammen. (aus: https://www.magazintraining.com/fuehrung-neu-gedacht/)

Dadurch inspiriert halte ich am 21.1. selbst einen Vortrag mit dem Thema:
Mitarbeiterzufriedenheit 4.0 „Wie Kooperation als Methode Mitarbeiter glücklich macht“.