Kooperationsberatung

Der unschätzbare Wert der guten Kommunikation für Lebenszufriedenheit

Interdisziplinäre Erkenntnisse für den Gebrauch von Kommunikationskompetenz in Privatleben und Arbeit

Martin Seibt ist Kooperations- und Kommunikationsexperte und selbst Führungskraft. Christian Holzer ist Karriereentwickler, Work-Life-Balance-Unternehmensberater und war lange Jahre Führungskraft. Beide haben jüngst mit Buchveröffentlichungen zum Thema beigetragen und arbeiten von ihren verschiedenen Positionen aus in gemeinsamen Projekten und Vorträgen.

Kooperation durch Kommunikation

7 Stufen
Quelle: Stefanie Widmann, Martin Seibt. Kooperationen. Publicis 2011.

Das Thema Kooperation und Kommunikation scheint auf den ersten Blick eine Selbstverständlichkeit zu sein. Wie sollte man sonst zusammenarbeiten, wenn nicht unterstützt durch Kommunikation? Mit dem berühmten Kommunikationsforscher Paul Watzlawick gesprochen heißt das, dass alles Kommunikation ist – man kann nicht nicht kommunizieren –, und jede Kommunikation hat einen Inhalts- und Beziehungsaspekt. Es zählt immer mehr, wie man Botschaften formuliert als der vermittelte Inhalt.

Kooperation wiederum ist ein Miteinander von Personen oder Institutionen mit einem gemeinsamen Ziel, ist durchaus komplex und hat einen gemeinsamen Nutzen für die Kooperationspartner, gemeinsamer Mehrwert wird geschaffen. „Grundsätzlich ist im Menschen der Kommunikations- und Kooperationswille positiv angelegt. Es braucht gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit gute und differenzierte Rahmenbedingungen, diesen Schatz in uns zu heben“, sagen Seibt und Holzer.

Die wesentliche Erkenntnis eines idealtypischen 7 Stufen-Modells von Widmann und Seibt ist, dass es fünf Stufen braucht, und damit ein erhebliches Zeit- und Energie- und Kommunikationspotenzial, um in eine gute Kooperation in Form eines zeitnahen Handelns zu kommen. Bereits ganz am Anfang braucht es Vertrauen, um sich auf eine Kooperation einlassen zu können. Auf guter Kommunikation aufgebaut entwickeln sich alle weiteren Stufen der Kooperation: Gemeinsames Denken, Entwicklung gemeinsamer Bilder, die Vereinbarung klarer Ziele, Aufgaben und Kompetenzen und gemeinsames Handeln.

 

Kommunikationskompetenz mittels Schulung zu erwerben, hilft, ist alleine aber nicht ausreichend, um den Anforderungen gerecht zu werden. Egal ob im Privatleben oder im Berufszusammenhang, es braucht den Einsatz von Empathiefähigkeit, Selbstreflexion und Soft Skills wie etwa Zuhören, Loben oder der Fähigkeit, über den Tellerrand zu blicken. Soziale Fähigkeiten, gepaart mit einem reflektierten Wertesystem, helfen enorm, die heutzutage hohen Anforderungen des Lebens im Griff zu haben. Gute Kommunikationsfähigkeit bringt Realisierungsstärke. Sie macht uns attraktiv für Zusammenleben und Zusammenarbeiten, verleiht unseren Handlungen Sinn, macht uns stark und resilient und kreiert Lebensqualität in Form von Work-Life-Balance.

Erfolg durch Kommunikation mit sich selbst und mit anderen

(c) TSHolding

Balanceeffekte wurden lange Zeit als Ausgleichseffekte des Privatbereichs zu „harter“ Arbeit gesehen. Wer es mit zu harter Arbeit übertreibt, der hat halt kein Privatleben und wird über Verwirklichung in seiner Arbeit glücklich. „Dem ist ganz und gar nicht so“, konstatiert der Karriereentwickler und Work-Life-Balance-Unternehmensberater Christian Holzer. Immens gestiegene psychische Probleme, ob über Arbeit oder Privatleben motiviert, sprechen eine klare Sprache. Es braucht einen gesteigerten Selbstwert und positive Lebensgefühle, um den hohen Ansprüchen heutzutage zu begegnen. Da gilt es, im Job und im Privatleben mit dem eigenen Emotionskostüm achtsam umzugehen.

Persönlicher Erfolg ist durch Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit herzustellen und erzeugt dadurch Balancewirkung. Energie, Motivation und Optimismus der Menschen lässt Lebensqualität entstehen. Im Gegensatz dazu verursachen Kommunikationsschwächen Situationen, die langwierige Konfliktpotenziale in sich bergen. Sie öffnen ungewollter Begleitmusik Tür und Tor.

Unbenannt1
Das Work-Life-Balance-Antriebs-Handlung-Wirkungsmodell von Christian Holzer. Quelle: Christian Holzer. Unternehmenskonzepte zur Work-Life-Balance, Publicis 2013.

Es bedarf einer Steuerung und Führung von Prozessen, die gelingen. In moderner, zukunftsfähiger Ausprägung ist Führung zum Erfolg vielschichtig, persönlich, verantwortungsvoll, komplex, beginnt bei der Reflexion seiner eigenen Person, gesteht Freiräume zu, ist gesund, schafft Zeit, unterstützt, bringt Anerkennung und Wertschätzung ins Leben, wird als fair empfunden und hat ganze Systeme im Auge. Innensteuerung vor Außensteuerung könnte man sagen. Im Inneren so gefestigt zu sein, äußere Einflüsse immer in Relation zur eigenen Persönlichkeit – und dem eigenen Unternehmen – bewerten zu können.

Aufbauend auf einer Work-Life-Balance-Grundhaltung sollte gute Kommunikation und Kooperation zu Effekten führen, die eine Balance von Arbeit, Gesundheit, sozialen Beziehungen, eigenen Bedürfnissen und Sinn herbeiführt, abzulesen an Freude an Aktivitäten, an eigenem Handeln mit dem Ergebnis von Zutrauen und Lebensqualität.

  • Christian Holzer Karrierecoach, Unternehmensberater seit 2007 mit Schwerpunkt WLB (Work-Life-Balance), Projektleiter zeitbalance (betriebliche Work-Life-Balance-Beratung 2009-2011) sowie Public Relations und Employer Branding für mitarbeiterorientierte Unternehmen. www.christianholzer.at
    Blogs: http://christianholzer.twoday.net
  • Mag. Martin Seibt, MSc Kommunikationstrainer in Kooperation mit dem EAK, Unternehmensberater in Kooperation mit www.keytrain.eu
    Geschäftsführer des Instituts für Medienbildung in Salzburg mit zahlreichen Kooperationen im Kultur- und Bildungsbereich. Mitglied in den Leitungsteams der Universitätslehrgänge „Interpersonelle Kommunikation“ (UNI Salzburg) und Multimedia Leadership (Donau Universität Krems) sowie Buchautor: Kooperation, Publicis 2011, 2016.

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