Netzwerken lohnt sich – Kooperation bringt´s

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Voice sells – Stimmstark netzwerken 

„Sprich im Gehen, denk im Stehen“ war nur einer der vielen Tipps, die Rhetorikexperte und Stimmcoach Arno Fischbacher den zahlreichen Besuchern des Netzwerkfrühstücks der Fachgruppe für Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie am 4. Oktober gab.

mit-arnoDas Netzwerkfrühstück fand diesmal im Rahmen des Salzburg Business Opening im Salzburg Congress statt. Unter dem Motto „Voice sells – Stimmstark netzwerken“ lieferte Arno Fischbacher mit seinem Vortrag die Bestätigung dafür, dass der Ton die Musik macht. Er sprach typische Sprech- und Präsentationsfehler an. Gerade bei Präsentationen sollte man seinen Standpunkt vertreten. Er gab auch Empfehlungen für den typischen Small Talk bei Businesstreffen. Hier sollte man die Macht der Körpersprache nutzen. Nach der Begrüßung und Vorstellung, die meistens frontal mit dem Gegenüber passiert, sollte man eine leicht seitliche Position einnehmen und in den sogenannten Schulterschluss übergehen. Das entspannt die Situation und gibt Anlass für weitere Gesprächsthemen.

„Das Salzburg Business Opening bot diesmal einen besonderen Rahmen für das beliebte Netzwerkfrühstück. Diesmal gab es viele praktische Tipps für die eigene Wirkung in Gesprächen und bei Vorträgen und Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen oder aufzufrischen“, sagt Dr. Wolfgang Reiger, CSE, Obmann der UBIT Salzburg. Das nächste Netzwerkfrühstück findet im Frühjahr 2017 statt.

Vortragsvideo und Veranstaltungsbilder ansehen!

Video: Das sagen Teilnehmer

Wie ich spreche, so wirke ich 

„Kommunikation und Netzwerken“ war der Aufhänger des 5. Netzwerkfrühstücks der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT), zu dem rund 50 Teilnehmer am Dienstag ins WIFI Salzburg kamen. Nach Kaffee und Gebäck erfolgte die offizielle Begrüßung durch Mag. Gerald Pichlmair von der Experts Group Kooperation und Netzwerke. 

Wie ich spreche, so wirke ich. Die Referentin Mag. Renate Sallaberger sagt: „Wir sprechen, was wir denken. Unsere Werte und Einstellungen spielen dabei eine große Rolle. Deshalb ist ein freundlicher Umgang mit sich selbst wichtig und hilft auch beim Netzwerken.“ Einer von SallabExpert Group mit Renateergers Schwerpunkten ist die gewaltfreie Kommunikation. Dabei geht man davon aus, dass die Form, in der Menschen miteinander kommunizieren, einen entscheidenden Einfluss darauf hat, ob sie Empathie für ihr Gegenüber entwickeln und ihre Bedürfnisse erfüllen können. Im Interview mit Mitorganisator Mag. Martin Seibt sprach Sallaberger darüber, wie Sprache beeinflusst:

  • Sie empfiehlt, „ich muss“ im eigenen Interesse öfter durch „ich werde“ zu ersetzen. Ein Beispiel: „Ich muss arbeiten“ löst ein anderes Gefühl aus als „Ich werde arbeiten.“
  • Ein „Danke“ darf ruhig auch einmal durch eine Begründung verstärkt werden.
  • Ein „nicht“ wird zwar gehört, jedoch vom Gehirn ignoriert. Zum Beispiel sagt man statt „Ich finde das nicht schlecht“ besser „Ich finde das gut.“ Verneinungen sorgen für Missverständnisse. Positive Formulierungen kommen beim Gegenüber besser und verständlicher an.

In diesem Sinne waren sich vom Unternehmensberater bis zur Fotografin alle einig: Es war ein interessanter und kommunikativer Vormittag mit der Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und bereits bestehende aufzufrischen. Das nächste Netzwerkfrühstück findet am 4. Oktober im Zuge des Unternehmertages statt.

Hier sehen Sie das Video vom Impulsvortrag!
Zu den Teilnehmer-Statements

7 Schritte zur erfolgreichen Kooperation

„Wir Menschen kooperieren von Natur aus“ – so der Grundgedanke des Kommunikationstrainers und Organisationsentwicklers Mag. Martin Seibt MSc, in Anlehnung an Joachim Bauer, nur manchmal ist es gar nicht so leicht. Eine Möglichkeit, die sieben Schritte zur erfolgreichen Kooperation kennen zulernen und in lockerer Atmosphäre gleich auszuprobieren, gab es beim Netzwerkfrühstück am 2. Dezember 2015.

UBIT Netzwerkfrühstück im Penthouse A im WIFI. Foto: andreas Kolarik, 02.12.15
Foto: Andreas Kolarik

„Drum prüfe, wer sich (ewig) bindet“ – dieses Zitat von Schiller hat Kommunikationsexperte Seibt mit seinem Sieben-Stufen-Modell zur Kooperation, das er gemeinsam mit Stefanie Widmann entwickelt hat, veranschaulicht. „Gerade am Anfang ist es schwierig, einem fremden Menschen oder Unternehmen einen Vertrauensvorschuss zu geben und Ideen zur Kooperation umzusetzen. Letztendlich ist es aber ein sehr lohnendes Unterfangen“, so Mag. Seibt.

Dabei baut jede erfolgreiche Kooperation auf guter Kommunikation auf. „Sind die ersten Hürden einmal genommen, steht einer erfolgreichen Zusammenarbeit nichts mehr im Wege“, weiß der studierte Biologe und Buchautor.

Netzwerken lohnt sich, denn Kooperationen schaffen Nutzen und Mehrwert. „Gerade in der schnelllebigen Zeit heutzutage ist es wichtig, dass gute Rahmenbedingungen zur Zusammenarbeit geschaffen werden“, so Seibt.

Hier der Vortrag zum Nachhören: https://youtu.be/51AHqbCCXDs

und ein paar Publikumsreaktionen: https://youtu.be/ESZ1xE8PD0c

Tipps zur Work-Life-Balance beim Netzwerkfrühstück

Ein Impulsvortrag von Unternehmensberater und Karrierecoach Mag. Christian Holzer.

„Work-Life-Balance heißt nicht, Privatleben und Arbeit zu trennen, sondern sinnvolle Arbeit in ein gelungenes Privatleben einzubetten“, sagt Mag. Christian Holzer. „Es ist wichtig, eine gute Balance zu finden, denn wenn einmal nichts mehr geht, geht für lange Zeit gar nichts mehr“, so Holzer weiter. Unternehmen orientieren sich stark an Kennzahlen und Strukturen, wichtig sei es aber, mehr Beziehungsarbeit in Unternehmen zu leisten. Vor allem Selbstbestimmung, Wertschätzung und soziale Einbindung tragen dazu bei, dass Arbeitnehmer gerne für Unternehmen arbeiten. Bei einer guten Balance sorge die Arbeit zusätzlich für Lebensfreude und Stabilität. Das führt dazu, dass Arbeitnehmer länger im Unternehmen bleiben. Dadurch steigt der Wert der Arbeitgebermarke, und das bringt wirtschaftlichen Erfolg.

In diesem Vortrag stellt Christian Holzer folgende Thesen auf:

These 1:
Im Unternehmen dominieren die Kennzahlen und die Strukturausrichtung. Komplexe Systeme in modernen Arbeitswelten erfordern mehr Hinwendung zu kohärenten Unternehmenskulturen.

These 2:
Gute Kooperation braucht „Wollen“.
Intentionen und Haltungen auf ein gemeinsames Ziel.
Persönlichkeitseinbringung hilft für ein Sinnverstehen und steigert die Produktivität.

Doch sehen sie selbst: https://youtu.be/puKNSTLKwWY

Netzwerken ist die Währung der Zukunft

An alle Gewerbetreibenden und Unternehmer: „Netzwerken lohnt sich, Kooperation bringt´s!“„Netzwerken ist die Währung der Zukunft. Denn in einem erfolgreichen Netzwerk lässt sich nicht nur Geld verdienen, sondern man hat auch die Wahl, das zu tun, was einem Spaß macht, indem man auf Resourcen der Netzwerkpartner zurückgreift und so zielorientiert kooperiert“, sagt Romy Sigl.

Romy Sigl im Interview: http://youtu.be/bb3JKpx_Nlg?list=PL4B7TJ9eg42JNGxlBLd_xgxBNFr2ltlZA

Die Neurobiologie der Kooperation

„Der Mensch ist von Natur aus kooperativ. Das ist wissenschaftlich bewiesen“, erklärt der Biologe und Organisationsentwickler. Grund dafür sind unter anderem die Spiegelneuronen und das menschliche Motivationssystem. Spiegelneuronen sind ein Resonanzsystem im Gehirn, das Gefühle und Stimmungen anderer Menschen beim Empfänger zum Erklingen bringt. Das Einmalige an diesen Nervenzellen ist, dass sie bereits Signale aussenden, wenn jemand eine Handlung nur beobachtet. Die Funktion der Spiegelneuronen erzeugt Empathie – das Verstehen des Gegenübers. Dadurch wird VerVortrag von Martin Seibttrauen geschaffen und das ist Grundlage von Kooperation. 1+1=3:
Mag. Seibt beschreibt, dass der Kern des Motivationssystems seinen Sitz im Mittelhirn hat und über viele Nervenbahnen mit anderen Hirnregionen verbunden ist, insbesondere mit dem Emotionszentrum. Das Emotionszentrum bewertet, ob „die Umwelt Ziele in Aussicht stellt, für die es sich einzusetzen lohnt.“ Die Macht des Motivationssystems beruht darauf, dass die Nervenzellen dieses Systems Wohlfühl-Botenstoffe wie Dopamin und körpereigene Opioide produzieren. Dieses Belohnungssystem ist so ausgerichtet, das gemeinsame Erfolge mehr Lust bereiten. „Geben macht selig und wir bekommen, salopp gesagt, einen Kick“, sagt Mag. Seibt.
Vortrag zum Nachhören: http://youtu.be/jrug3ptwgDI
+Folien Neurobiologie der Kooperation