Mitarbeiterzufriedenheit

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Auf Unternehmen wartet in Zukunft noch viel Herausforderung. Nicht nur immer schnellere Produktlebenszyklen machen den Markt schwierig, jetzt stellen auch die MitarbeiterInnen noch ganz besondere Anforderungen. Die demografischen Veränderungen der nächsten Jahre, machen es aber schon Heute notwendig, an die MitarbeiterInnen von Morgen zu denken. „Als attraktiver Arbeitgeber zu gelten, das ist das Ziel der Employer-Branding-Aktivitäten von Unternehmen im Kampf um den vornehmlich akademischen Nachwuchs.“ Zuoberst auf der Wunschliste der MitarbeiterInnen stehen der Wohlfühlfaktor, der Spaß bei der Arbeit und die Möglichkeit, karrierefördernde Erfahrungen zu sammeln. Aber auch die Beziehungen zu den ArbeitskollegInnen und den Vorgesetzten werden als wichtige Arbeitgebereigenschaften benannt. Aber auch die Baby-Boomer, die Silver-Worker, wollen und sollen länger im Unternehmen bleiben. Die Baby-Boomer, die schon dort oder da als vergessene Generation bezeichnet wird, möchten ihre Erfahrung einbringen ….

Neben diesem Demografischen Wandel prägen weitere Megatrends die Zukunft unserer Unternehmen: Climatic Change, Urbanisation und Globalisation und ein weiterer Trend kündigt sich an: Digital Transformation. Die Digitalisierung schreitet voran und in Zukunft werden nicht nur mehr Menschen über Internet kommunizieren, sondern auch Dinge: „Die Arbeitswelt steht vor einer Revolution: Die Geschäftsmodelle vieler Unternehmen werden sich durch die Vernetzung von Objekten völlig verändern, neue Konkurrenten tauchen auf.“ Manager müssen die Weichen heute schon stellen.

Viele Unternehmen bieten Produkte in einem Qualitäts- und Preissegment an, das dem Kunden nicht immer sofort vorteilhaft erscheint. Analoge Produkte sind über web-Shops deutlich billiger zu haben. Produklebenszyklen sind deutlich kürzer als noch vor wenigen Jahren. War Microssoft noch vor wenigen Jahren Marktführer bei mobiler Internettechnologie für Telefone, gelingt jetzt der Markteinstieg nur mühsam in der Kooperation mit Nokia wieder.

Was am Ende des Tages zählt, ist jedoch der Umsatz des Unternehmens und der daraus abgeleitete Gewinn. Diese Plattitüde im Zuge meiner Überlegungen, soll den Sinn einer Unternehmung klar machen und gleichzeitig in Frage stellen. Ist der Sinn eines Unternehmens Umsatz zu machen oder ist der Sinn ein anderer. Welchen Sinn sehen die MitarbeiterInnen an Ihrer Mitarbeit? Einen Sinn in unserem Tun zu sehen, treibt uns an, spornt uns zu Höchstleistungen an, produziert gewünschte Ergebnisse – auch den für ein Unternehmen überlebensnotwendigen Umsatz. Welchen Sinn sehen Kunden im Erwerb des Produkts und bei welchem der vergleichbaren Mitbewerber kaufen sie. Ich selbst habe heute wieder ein Buch in einer ganz normalen Buchhandlung ums Eck bestellt und dem Online-Buchhandel damit den Rücken gekehrt. Medienberichte über den Umgang mit MitarbeiterInnen haben mich dazu bewogen. Und wer hat nicht schon mal darüber nachgedacht, dass die meiste Kleidung von Kinderhand in Asien gefertigt wird.

Es macht daher durchaus Sinn, parallel zu verkaufsfördernden Maßnahmen über die „Seele“ des Unternehmens nachzudenken, neue Kooperationen einzugehen und vor allem die MitarbeiterInnen in den Vordergrund zu stellen. Denn das sind die Menschen die letztendlich den Umsatz den Unternehmens generieren. Die Firma Siemens reagiert auf diesem Umstand mit folgenden Stellhebeln ihrer strategischen Ausrichtung: Innovation – Kunde – Mitarbeiter. “

Führungskräfte müssen umlernen und ihren MitarbeiterInnen vertrauen, auch wenn sie nicht vor Ort sind.” Dank neuer Technologien können Wissensarbeiter  ihren Job heute erledigen, wo und wann sie wollen. Das sollten sich Unternehmen zunutze machen – und ihren Beschäftigten entsprechende Möglichkeiten bieten. Diese Formen der Zusammenarbeit, brauchen aber neue Skills, neue Haltungen, neue Managementtechniken. Sie haben mehr mit Kooperationen zwischen Unternehmen, denn mit Zusammenarbeit im Unternehmen zu tun. Es ist Zeit für Kooperation statt Anstellungsverhältnis und Platz für neue kooperative Führungstechniken: Vertrauen, Sinnstiftung und Authentizität statt Kontrolle, Abteilungsdenken und Managementtechniken. Das Unternehmen ist kein Dschungel, sondern eine Familie (Petra Jenner).

Ich habe mit meinem Kollegen Mag. Christian Holzer schon vor längerer Zeit über ein Konzept nachgedacht, dass wir Ihnen gerne vorstellen. Kontakt

Aktuelle Artikel zum Thema:
Der Kotzbrocken als Chef hat ausgedient: http://www.wiwo.de/erfolg/management/fuehrungsstaerke-der-kotzbrocken-als-chef-hat-ausgedient/9884714.html

Welche Kosten Konflikte verursachen: http://www.harvardbusinessmanager.de/blogs/welche-kosten-konflikte-verursachen-a-968863.html

Loben Sie noch oder wertschätzen Sie schon: http://arbeits-abc.de/wirkungsvolle-fuehrung-durch-wertschaetzung/

Was einen zu einem guten Chef macht: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/buero-special/ratschlaege-von-mckinsey-wenn-die-chefin-eine-von-uns-ist/9611426-2.html

Quellen:

http://search.salzburg.com/display/sn2550_25.01.2014_41-50800893
http://www.huffingtonpost.de/2014/03/19/siemenschef-kaeser-warnt-_n_4992495.html?utm_hp_ref=fb&src=sp&comm_ref=false
http://www.wiwo.de/erfolg/management/change-management-wie-der-wandel-in-unternehmen-gelingt/9680978.html
http://www.zeit.de/karriere/beruf/2014-01/home-office-deutschland
http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/organisation-so-sieht-die-arbeit-der-zukunft-aus-a-882839.html
http://www.harvardbusinessmanager.de/meinungen/artikel/das-internet-der-dinge-die-naechste-revolution-a-909940.html
http://www.youtube.com/watch?v=iDdjU_ANBg0

Joachim Bauer (2013): Arbeit: Warum unser Glück von ihr abhängt und wie sie uns krank macht. Blessing Verlag.

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