Digitalisierung ist Komplexitätsmanagement

Mit dem Steinzeithirn in die Digitalisierung

Menschen sind in komplexen Situationen meist überfordert, dies hat vielfältige Gründe die Wurzel liegt aber zumeist in der menschlichen Biologie, konkret Gehirnstruktur.

Dietrich Dörner[1] beschreibt in seinem Buch „Die Logik des Misslingens“:

„… dass ein Akteur in einer komplexen Handlungssituation einem Schachspieler gleicht, der mit einem Schachspiel spielen muss, welches sehr viele … Figuren aufweist, die mit Gummifäden aneinander hängen, sodass es ihm unmöglich ist, nur eine Figur zu bewegen. Außerdem bewegen sich seine und des Gegners Figuren auch von allein, nach Regeln, die er nicht genau kennt oder über die er falsche Annahmen hat. Und obendrein befindet sich ein Teil der eigenen und der fremden Figuren im Nebel und ist nicht oder nur ungenau zu erkennen.“

Die Gehirnstruktur des heutigen Menschen entspricht der Gehirnstruktur des jungsteinzeitlichen Jägers und Sammlers, der in Familienhorden lebte, Feuer besaß und zu komplexem Werkzeuggebrauch fähig war. Die Komplexität der damaligen Situationen ist aber keineswegs mit der Komplexität heutiger Situationen vergleichbar.

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